Welches Reisemobil passt zu mir?

Welches Reisemobil passt zu mir?

Ein Reisemobil soll es sein – doch welches? Unterschieden wird zwischen Alkoven, Teilintegrierten, Integrierten und Camper Vans. Doch welches der Fahrzeuge erfüllt welche Erwartungen?

Ein paar grundlegende Fragen sollte man sich im Vorfeld stellen: Wie viel Geld möchte ich ausgeben? Soll es neu oder gebraucht gekauft werden?Wohin sollen mich meine Wohnmobil Touren vorwiegend führen – stehen zum Beispiel Städtetrips, Ländertouren oder Wintercamping auf dem Plan? Über welchen Zeitraum möchte ich im Wohnmobil leben, 2-3 Wochen oder oder soll eine eine längere Reise werden? Je genauer man sich im Voraus überlegt, welche Anforderungen das Wohnmobil erfüllen soll, desto leichter fällt hinterher die richtige Wahl.

Camper Vans

Camper Vans sind die wendigsten Wohnmobile, sie basieren auf der Original-Karosserie eines Transporters mit Schiebetür. Durch ihre geringeren Abmessungen sind sie alltagstauglicher als Reisemobile anderer Gatttungen. Für zwei Personen reicht der Platz aus, bei mehreren wirds eng. Camper Vans gibt es als Campingbusse, oft mit einem VW T6 oder einer Mercedes V-Klasse als Basisfahrzeug. Sie gehören zu den wendigsten Reisemobilen. Wer Alltags- und Freizeitbeschäftigungen mit nur einem Fahrzeug erledigen möchte, der ist mit einem ausgebauten Transporter dieser Größe am besten bedient. Mit den handlichen Allroundern sind Städtetrips dank schlanker Linie und Parkhaustauglichkeit genauso möglich wie ein Wochenende auf dem Campingplatz. Fazit: Kompakt und wendig, Urlaubs- und Alltagstauglich und max. wegen dem geringen Stauraum geeignet für Paare.

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Ausgebauter Kastenwagen

Die 2. Form ist ein ausgebauter großer Kastenwagen, der in puncto Wohnraum da schon etwas mehr Komfort bietet: Eine durchgehende Stehhöhe, eine abschließbare Nasszelle, sowie ein Bett ab 120 cm Breite sind Standard. Das macht ihn aber auch gleich etwas länger als einen Kompakten, denn ausgebaute Kastenwagen, sehr häufig auf einem Fiat Ducato oder Peugeot Boxer basierend, starten ab 5,40 Metern Länge. Sie bieten mehr Stauraum und durch z. B. Umbau von Sitzplätzen können weitere Schlafplätze geschaffen werden. Daher sind sie auch schon mal für Kurztrips für 2-4 Personen geeignet.

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Das Wohnmobil mit Alkoven

Das Alkovenmobil ist leicht an der vorgewölbten Nase über dem Fahrerhaus zu erkennen. In dieser Nische, dem sogenannten Alkoven, verbirgt sich ein festes Bett. Fest bedeutet bei einem Wohnmobilbett, dass es nicht aus einer Sitzgruppe umgebaut werden muss. Man kann es also immer nutzen, außer während der Fahrt. Neben dem Bett im Dachgeschoss hat es oft noch weitere feste Betten.

Mehr Reisende bedeutet aber auch mehr Gepäck an Bord. Für den Alkoven ist das Thema Stauraum aber meist kein Problem: Neben Kleider- und Hängeschränken hilft oft eine Heckgarage. Alkovenmobile haben eine wuchtige Erscheinung und sind nicht gerade windschnittig, daher kommt es durch die spezielle Bauweise zu erhöhtem Benzinverbrauch. Fazit: Sehr gut geeignet für Familien, es gibt genügend Platz für die Küche und das Bad. Bitte beachten: Ungeübte Fahrer vergessen leicht den Aufbau, wegen des hohen Schwerpunkts neigt sich ein Alkovenmobil in Kurven deutlich zur Seite. Die Anschaffung liegt häufig in dem richtigen Preis-/Leistungsverhältnis, es gibt inzwischen auch ältere Modelle (20 Jahre und älter), die in punkto Ausstattung nichts vermissen lassen, aber aufgrund des hohen Alters und der Kilometerzahl relativ preisgünstig erscheinen.

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Teilintegrierte Wohnmobile

Eine Alternative zum Alkovenmobil bietet der Teilintegrierte. Ihren Namen hat diese Mobilgattung von der Bauweise, bei der das Original-Fahrerhaus teilweise in den Wohnbereich eingebunden ist. So sind die Fahrersitze meistens drehbar und gehören ebenfalls zur Sitzgruppe. Vier Personen haben bequem am Esstisch Platz. Die Schlafmöglichkeiten sind im Vergleich zum Alkovenmobil jedoch begrenzt – Liegeflächen befinden sich in der Regel im Heck oder als Hubbett über dem Wohnbereich. Auch eine Sitzgruppe kann gelegentlich noch zum Schlafplatz umgebaut werden.

Im Gegensatz zum Alkovenmobil ist der Teilintegrierte flach und niedrig. Dies führt zu einem tieferen Schwerpunkt, so dass das Fahrgefühl fast dem des Camper Van entspricht, nur die Abmessungen sind halt zu beachten. Außerdem reduziert sich aufgrund der Bauweise der Spritverbrauch.

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Integrierte Wohnmobile

Der große Bruder des Teilintegrierten ist der Integrierte. Sie sind die extravagantesten Wohnmobile. Er besticht durch eine eigenständige Bugmaske anstelle des Original-Fahrerhauses und eine riesige Frontscheibe, die auch im Inneren für Luftigkeit sorgt. Integrierte sind zwar nicht unbedingt länger als Teilintegrierte, stehen jedoch für mehr Wohnkomfort. Das eigenständig gestaltete Fahrerhaus geht nahtlos in den Wohnbereich über, der deshalb besonders geräumig wirkt.

Integrierte verfügen über den Vordersitzen häufig über ein Hubbett im Bug und damit in der Regel bereits serienmäßig vier Schlafplätze. Doch das alles kostet Gewicht: Integrierte sind häufig schwerer als 3,5 Tonnen. Alle, die nach 1999 den Führerschein erworben haben, brauchen dafür eine zusätzliche Fahrerlaubnis. Fazit: Die Integrierten vermitteln ein tolles Raumgefühl und sind meistens gut isoliert. Wartungsarbeiten sind aufgrund der speziellen Bauweise zeitintensiv und kostspieliger. Außerdem sind sie in den meisten Fällen teurer wie die Teilintegrierten.

(Quelle: pro mobil)